KI²VA Tutorielle Lehre

KI²VA Tutorielle Lehre

Bild: Katrin Binner
Bild: Katrin Binner

Ausgangssituation:

Die Qualifizierung von TutorInnen durch Schulung und Praxisbegleitung hat sich in der ersten Förderphase als Erfolgsmodell erwiesen. Am Ende der ersten Förderphase waren 94 % der TutorInnen in den beteiligten Disziplinen qualifiziert. Hierdurch können StudienanfängerInnen gezielt in die eigene Disziplin eingeführt und durch zusätzliche Übungen im Erwerb (über-)fachlicher Kompetenzen unterstützt werden. Die TutorInnen entwickeln durch ihr erworbenes Wissen und die reflektierten Erfahrungen in der Lehre soziale, didaktische und fachliche Kompetenzen. Insbesondere Lehramtsstudierende können durch das Wahlpflichtmodul „Tutorielle Lehre“ eine Annäherung an ihre Profession erfahren.

In der zweiten Projektphase konnte das Projekt um die Fachbereiche Biologie und Material- und Geowissenschaften erweitert werden, sodass folgende sieben Fachbereiche in der zweiten Förderphase beteiligt sind: Architektur, Biologie, Humanwissenschaften (Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik), Informatik, Mathematik, Material- und Geowissenschaften sowie Physik.

Zielsetzung:

  • Die konsequente Qualifizierung der TutorInnen wird fortgeführt und auf zwei weitere Fachbereiche ausgeweitet.
  • Die begonnene Sensibilisierung für genderrelevante Themen in der TutorInnenqualifizierung und den Tutorien wird um weitere Aspekte von Vielfalt ergänzt.
  • Es wird explizit der Einbezug internationaler Studierender als TutorInnen angestrebt.
  • Wissenschaftliche MitarbeiterInnen, die TutorInnen betreuen, werden gezielt unterstützt und auf die Betreuung vorbereitet.
  • Selbstlerneinheiten werden neu entwickelt, um die Qualifizierungsangebote für die TutorInnen zu verbessern und nachhaltig in der Universität zu verankern.

Maßnahmen:

  • Für das Studium Lehramt an Gymnasien ist die curriculare Verankerung als Pflichtfach zum WS 17/18 angestrebt (Schnittstelle zur Qualitätsoffensive Lehrerbildung). Im Berufsschullehramt wird das Wahlpflichtmodul fortgeführt.
  • Eine qualifizierende Vorbereitung der Wissenschaftlichen MitarbeiterInnen soll dazu beitragen, Kommunikationswege zwischen Lehrenden, TutorInnen und Studierenden zu verbessern. Hierzu werden Konzepte entwickelt und in enger Abstimmung mit der Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle (HDA) realisiert.
  • Selbstlerneinheiten werden konzipiert und in der Praxis erprobt. Durch die enge Zusammenarbeit mit der HDA werden Selbstlerneinheiten dauerhaft zur Verfügung gestellt.
  • Internationale Studierende sollen in den Tutorien besonders gefördert und als TutorInnen gewonnen werden. Eine Kooperation mit dem Dezernat Internationales und dem Allgemeinen Studierendenausschuss (studentisches Projekt Tutor International) wird aufgebaut. Weiterhin soll die Zusammenarbeit mit den „Autonomen Tutorien“, dem Queer-Feministischen sowie dem Handicap Referat des Allgemeinen Studierendenausschusses intensiviert werden.
  • Durch die Entwicklung von TU-weiten Qualitätsrichtlinien zur Qualifizierung von TutorInnen im zweiten Förderzeitraum findet eine Sensibilisierung der gesamten Universitätsöffentlichkeit statt. Mithilfe einer Broschüre können die entwickelten Konzepte von anderen Fachbereichen genutzt und bei Bedarf angepasst werden.
  • Es findet eine wissenschaftliche Begleitevaluation statt.