Prof. Jan Engberg

Professor Dr. Jan Engberg

Name: Engberg

Vorname: Jan

Titel: Professor Dr.

Zu Gast am Fachbereich / Fachgebiet: Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften, Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft

Gastzeitraum: April bis Juli 2017

Heimatuniversität: Aarhus Universitet, Dänemark

Lehrveranstaltungen an der TU Darmstadt:

  • 02-15-1016-se Fachkulturen und Nationalkulturen
  • 02-15-1016-se Rechtskommunikation: Formen, Geltung und Vermittlung
  • 02-15-1016-se Vertrauen in der Unternehmenskommunikation
  • 02-15-2025-bs Recherche und Analyse: Sprache und Gesellschaft
  • 02-15-2028-bs Recherche und Analyse: Sprache im Beruf
  • 02-15-2033-bs Recherche und Analyse: Wahlpflichtthema

Was erwartet Studierende in Ihren Lehrveranstaltungen?

Hier an der TU Darmstadt habe ich die Freude, drei Hauptseminare zu unterrichten. Ich schätze diese Form sehr und lege dabei viel Wert darauf, die Studierenden interaktiv in das Geschehen einzubeziehen, damit wir gemeinsam in der Form der forschenden Lehre Einsichten in die Kommunikation in Fachgebiete wie Recht und Wirtschaft erarbeiten.

Was ist für Sie in der Lehre besonders wichtig?

Eigentlich folgt das schon aus der Antwort auf die erste Frage: Für mich ist die Interaktion und das dadurch erzeugte gemeinsame Denken von großer Bedeutung in der Lehre. Darüber hinaus lege ich auf den Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis großen Wert. Ich bin im Bereich der Angewandten Linguistik tätig und versuche, in meiner Lehre immer den Zusammenhang zwischen theoretischen Hintergründen und wohlüberlegter Textpraxis zu betonen.

An der TU Darmstadt und insbesondere im Rahmen von KI²VA wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Feld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten/Fachbereichen?

Ich befasse mich in meiner Arbeit im Rahmen der Wissenskommunikation mit der kommunikativen Interaktion insbesondere in solchen Fachbereichen wie Recht und Wirtschaft. Dabei untersuchen wir die Relationen zwischen fachlichem Kontext und Inhalt auf der einen und sprachlicher Form und Interaktion auf der anderen Seite. Eine solche Art von Forschung ist nur möglich, wenn man sich gründlich in das Denken und Handeln der jeweiligen Fachleute einarbeitet. Auf dem Gebiet des Rechts hat dies dazu geführt, dass in diesen Jahren eine neue Inter-Disziplin entsteht mit dem Namen Legal Linguistics oder Rechtslinguistik, die typisch in Kooperation zwischen Juristen und Kommunikationsforscher unterschiedlichen Schlages ausgeübt wird. In der Weise ist die Arbeit mit Wissenskommunikation inhärent interdisziplinär.

Was erwarten Sie von der TU Darmstadt mit zurück an Ihre Heimatuniversität zu nehmen?

Ich werde meine Erfahrungen mit der Arbeit in Seminarform mit Sicherheit als Bereicherung mit nach Dänemark bringen. Insbesondere die Studiengänge im Bereich internationaler Wirtschaftskommunikation, in denen ich dort unterrichte, sind sehr von dem Erlernen bestimmter praktischer Kompetenzen geprägt. Es würde mich freuen, wenn ich meine guten Erfahrungen von hier auf meinen dortigen Unterricht in einigem Maße übertragen könnte.