Prof. Dr. Sylwia Adamczak-Krysztofowicz

Prof. Dr. Sylwia Adamczak-Krysztofowicz

Fachbereich und Institut: Fachbereich Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften, Institut für Sprach- und Literaturwissenschaften
Gastzeitraum: Oktober 2012 – Februar 2013
Lehr- und Forschungsgebiet: Fremdsprachenlehr- und Lernforschung
Vorherige berufliche Station: Adam-Mickiewicz-Universität, Poznań (Polen)
Wichtigste berufliche Stationen: Adam-Mickiewicz-Universität, Poznań (Polen); Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder; TU Darmstadt
Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2012/13:
* Fremdsprachliches Hörverstehen mediengestützt optimieren. Ein Beitrag zur Förderung von E-Lernen
* Grundzüge einer interkulturellen Begegnungsdidaktik: Theorie und Praxis
* Interkulturelles Lernen in Schule und Studium
Details dazu sind in TUCaN zu finden.
Link zur persönlichen Homepage

1. Wieso sollten Studierende Ihre Lehrveranstaltungen besuchen?
Dank dem KIVA-Programm haben die Studierenden die Möglichkeit, ohne selbst mobil zu werden, die Lehrveranstaltungen einer in Polen sozialisierten und ausgebildeten Wissenschaftlerin zu besuchen. Darüber hinaus fördere ich mit meiner anwendungsorientierten Forschung und Lehre zu Fragen der Interkulturalität und Internationalisierung im Hochschulbereich die noch nicht an der TU Darmstadt etablierten Schwerpunkte, die einen wichtigen Stellenwert in einem interdisziplinären Umfeld einnehmen. Meine Lehrveranstaltungen zur Förderung interkulturellen Lernens und interkultureller Begegnungspädagogik in Schule und Studium erweitern somit das gesamte Lehrangebot des Fachbereichs. Dadurch wird eine international und interkulturell vielseitigere Lehre und somit eine qualitative Weiterentwicklung der Ausbildung der Masterstudierenden des Studiengangs Germanistik mit dem Schwerpunkt Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache sowie der Studiengänge Master of Education Deutsch und Lehramt Deutsch an Gymnasien am Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft ermöglicht.

2. Wieso haben Sie die TU Darmstadt für ihre KIVA-II-Gastprofessur ausgewählt?
Zwischen dem Fachgebiet für Mehrsprachigkeitsforschung DaF/DaZ am Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft der Technischen Universität in Darmstadt und dem Institut für Angewandte Linguistik der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań (Polen) bestehen seit einiger Zeit enge wissenschaftliche Kontakte. Im Jahre 2010 haben wir gemeinsam eine Erasmuskooperation zwischen Dozenten und Studierenden der beiden Partneruniversitäten aufgebaut. Besonderes Anliegen war uns von Anfang an die Initiierung einer wissenschaftlichen Zusammenarbeit beider Institute, die über regelmäßige Austauschprogramme intensiviert werden sollte. Die KIVA-II-Gastprofessur mit ihrer Zielsetzung der Stärkung der Interkulturalität und der Internationalisierung des Studiums in Darmstadt, bot eine sehr gute Möglichkeit an, den grenzüberschreitenden Dialog zu vertiefen und innovative Initiativen in der Lehre gemeinsam zu konzipieren. Die Kooperation mit dem ganzen Forschungsteam unter Leitung von Prof. Britta Hufeisen war während meines gesamten Aufenthalts in Darmstadt sehr spannend und erwies sich sowohl in Verknüpfung mit meinen Seminarschwerpunkten als auch mit dem WSK-Wörterbuchprojekt zur Zwei- und Mehrsprachigkeit als sehr fruchtbar.

3. An der TU Darmstadt und insbesondere im Rahmen von KIVA wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachbereichen/Fachgebieten?
Interkulturalität ist an sich ein Spezialgebiet, das viele Schnittstellen zu mehreren Fachbereichen/Fachgebieten hat, etwa zur Psychologie, Pädagogik, Soziologie, Philosophie, Literatur- und Sprachwissenschaft, um nur einige von ihnen zu nennen. Für mich als Sprachlehrforscherin und polnische Germanistin zugleich ist aber besonders die Schnittstelle zum Wissenschaftsbereich Mehrsprachigkeit DaF/DaZ interessant, der sich mit der Vermittlung von der fremden Sprache Deutsch im Inland und im Ausland beschäftigt und ständig auf die wissenschaftlichen Arbeiten wie auch Erfahrungen und Programme zu bildungspolitischen, sprachbezogenen, unterrichtsbezogenen und personenbezogenen Aspekten des DaF-Unterrichts aus dem Ausland angewiesen ist.

4. Was ist Ihr bester Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag?
Bei der Beantwortung dieser Frage fallen mir in erster Linie zwei Freizeitaktivitäten ein, und zwar: Joggen im Prinz-Emils-Garten und Treffen mit meinen Freunden in Darmstadt, Frankfurt und Marburg.