Dr. Chris Merkelbach

Dr. Chris Merkelbach

Fachbereich: Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften
Gastzeitraum: April 2013 – Juli 2013
Lehr- und Forschungsgebiet: Deutsch als Fremdsprache, Spracherwerbstheorie
Vorherige berufliche Station: Associate Professor, National Taiwan University
Wichtigste berufliche Stationen: National Taiwan University, Humboldt Universität Berlin
Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2013:
* Einführung Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache
* Spracherwerbstheorien
* Didaktik (DaF) der Fachsprachen in den Natur- und Ingenieurswissenschaften
* E-Lernen im DaF/DaZ-Unterricht: Eine praxisorientierte Einführung
Details dazu sind in TUCaN zu finden.
Persönliche Homepage

1. Wieso sollten Studierende Ihre Lehrveranstaltungen besuchen?
In meiner Lehre betone ich verstärkt internationale und interkulturelle Aspekte. Diese sind heutzutage aus dem Fremdsprachenunterricht aber auch aus dem fremdsprachlichen Fachunterricht nicht mehr wegzudenken. In einer globalisierten Welt ist der Erwerb einer fremden Sprache oft der erste Zugang zu einer neuen Kultur und damit natürlich auch zu deren wissenschaftlichen Diskursen.
Die Studierenden haben die Möglichkeit mit modernen und interkulturell angemessenen Methodiken für den DaF/DaZ-Unterricht vertraut zu werden und die internationale Perspektive auf unser Fachgebiet über die europäische hinausgehend kennenzulernen.
Dank meiner Erfahrung in verschiedenen asiatischen Ländern kann ich die Studierenden auf die spezifischen kulturellen und gesellschaftlichen Herausforderungen vorbereiten.

2. Wieso haben Sie die TU Darmstadt für ihre KIVA-II-Gastprofessur ausgewählt?
Ich arbeite seit einigen Jahren intensiv mit Frau Prof. Hufeisen vom Fachgebiet für Multilingualismus und DaF/DaZ zusammen. Dabei war für mich ausschlaggebend, dass die TU Darmstadt eine international orientierte Universität mit einem hervorragenden Ruf ist, die sich erfolgreich und aktiv um die interkulturelle wissenschaftliche Zusammenarbeit in allen Teilen der Welt bemüht. Internationale Kooperationen werden immer wichtiger und damit auch die deutsche Sprache. In Taiwan, wo ich seit 22 Jahre lebe und arbeite, nimmt der Erwerb von den natur- und ingenieurswissenschaftlichen Fachsprachen aber auch der juristischen Fachsprache einen großen Stellenwert ein. Immer mehr Naturwissenschaftler und Ingenieure meiner Heimatuniversität möchten in Deutschland forschen und weiterstudieren. Die TU Darmstadt ist oft die erste Wahl.

3. An der TU Darmstadt und insbesondere im Rahmen von KIVA wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachbereichen/Fachgebieten?
Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache ist traditionell mit der Linguistik, den Literatur- und Kulturwissenschaften sowie der Sprachlehrlernforschung eng verbunden. In der jüngeren Vergangenheit ergeben sich durch das steigende Interesse der Fremdsprachenlernenden am internationalen wissenschaftlichen Diskurs in ihren jeweiligen Fachbereichen vermehrt Schnittstellen zu den natur- und ingenieurswissenschaftlichen Fächern, aber beispielsweise auch zu den Rechtswissenschaften oder zur Humanmedizin.

4. Was ist Ihr bester Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag?
Am liebsten gehe ich ins Sportstudio. Dort laufe ich mindestens eine Stunde und dann hebe ich Gewichte. Auch singe ich sehr gerne. In meiner Heimat Taiwan singe ich im Philharmonischen Chor und hier möchte ich gerne im Universitätschor mitsingen: Mahlers 8. Symphonie steht dort gerade auf dem Programm. Auch würde ich gerne weiter Cello-Unterricht nehmen.